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Etiketten machen Branding

Von außen betrachtet, sieht ein Wein eigentlich aus wie ein anderer. Vorausgesetzt natürlich, eine Weinflasche hat kein Etikett, mit dem der Wein gekennzeichnet ist. Produkte und Marken sind eine recht virtuelle Geschichte, denn mit dem Aufdruck des Logos der Marke und des Produkts wird eben erst das ganz spezifische Produkt daraus. Sicherlich lassen sich Lebensmittel am Geschmack voneinander unterscheiden. Aber mit dem bloßen Auge wird das schwierig. Ein Wein mag etwas heller sein, ein anderer trübe, aber wenn kein Etikett auf der Flasche ist, dann muss man schon ein regelrechter Kenner sein, um die einzelnen Marken an ihrem Geschmack zu erkennen. Und selbst Kenner irren sich bisweilen dabei.

Ein Etikett oder die Verpackung der Waren ist auch immer ein gutes Mittel, das eigene Branding zu stärken. Wenn die Müsli-Packung beim Frühstück auf dem Küchentisch steht, dann ist jeder Blick auf den Markennamen mit einer gewissen Werbewirkung gleichzusetzen. Der Name prägt sich ein und hat gute Chancen beim nächsten Einkauf wieder im Einkaufswagen zu landen. Und so gibt es Marken, die bekannter sind als unsere Spitzenpolitiker. Gut, sie sind auch viel länger schon „im Amt“. Während die Gesichter der Politiker alle vier Jahre wechseln, gibt es Erfrischungsgetränke mit einer mehr als einhundert Jahre alten Tradition. Und auch Winzer verkaufen Weine mit langlebiger Markenbildung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine große Marke handelt, die in Massenproduktion verarbeitet wird, oder eine kleine Hausmarke für Kenner. In beiden Fällen kommt der Markenname per Flaschenetikett auf die Flasche. Bei kleineren Auflagen kommt hierbei ein Handgerät zum Einsatz. Größere Hersteller werden auf eine vollautomatische Profi-Flaschenetikettiermaschine setzen. Erst durch das Etikett bekommt der Wein seinen Namen und auch sein Image. Natürlich spielt auch das Design des Etiketts eine nicht unwesentliche Rolle bei der Frage, ob das Getränk bei der Zielgruppe punkten kann oder nicht.

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