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Das Familienkonto

Die Zeiten, in denen es in Familien nur einen Verdiener und damit auch nur ein Konto gab, sind lange vorbei. Außerdem hat sich das Bild der klassischen Familie gewandelt. Die Patchwork-Familie ist heute verbreitet. Das wirkt sich auch auf Kontobeziehungen aus. Häufig liegen in Partnerschaften mindestens zwei Verdienste und zwei Kontoverbindungen vor. In vielen Fällen kann die Einrichtung eines dritten Kontos, eines Familienkontos, sinnvoll sein.

Familienkonto für gemeinsame Ausgaben
Das Familienkonto ist ein extra Girokonto, das speziell für gemeinsame Haushaltsausgaben eingerichtet wird. Daraus werden die regelmäßigen Ausgaben für die Lebensführung – zum Beispiel Miete, Nebenkosten, Lebensmittel u.ä. – bestritten. Neben dem Familienkonto kann jeder Partner seine eigene Kontoverbindung behalten und für eigene Ausgaben nutzen. Dabei sollten sich die Partner darüber verständigen, welche Ausgaben sie gemeinsam bestreiten wollen und welche nicht. Sind die Verdienste unterschiedlich hoch, sollte eine Regelung über die Höhe der Zahlungen auf das Familienkonto getroffen werden.

Finanzielle Transparenz und Klarheit
Die Einrichtung eines Familienkontos schafft Transparenz über die gemeinsamen Ausgaben und gleichzeitig Klarheit bei den finanziellen Verhältnissen. So werden unnötige Streitigkeiten bei Geldfragen, häufig eine Ursache von Partnerschaftskrisen, vermieden. Das Familienkonto kann, muss aber nicht zwingend als Guthaben-Girokonto geführt werden. Ein Guthabenkonto bietet den Vorteil einer besseren Ausgabenkontrolle. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, kommt es zunächst automatisch zum Ausgabenstopp – das wirkt disziplinierend.

Alternativen zum separaten Familienkonto
Selbstverständlich ist es auch möglich, das Konto eines Partners als Familienkonto zu nutzen. Der Partner erhält dann zusätzlich zum Inhaber die Verfügungsmöglichkeit über das Konto und eine Partnerkarte. Verfügungsvollmachten können auch für weitere Familienmitglieder erteilt werden. Eheleute und Lebenspartner können ein Girokonto auch als Gemeinschaftskonto führen. Sie sind dann beide gleichberechtigte Kontoinhaber. Welches Modell am passendsten ist, hängt von der familiären Situation ab.

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